Marks & Spencer bremst Umsatzschwund im Modesegment

Der britische Handelskonzern Marks & Spencer Plc hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Der Grund war die weiterhin schwache Nachfrage nach Kleidung und Einrichtungsgegenständen. In einer Zwischenmitteilung verwies der Einzelhändler aber auf Fortschritte und bestätigte seine Jahresprognose.

In den 13 Wochen vor dem 28. Dezember belief sich der Konzernumsatz auf 3,02 Milliarden Britische Pfund (3,52 Milliarden Euro). Damit lag er bereinigt um Wechselkursveränderungen um 0,7 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. In Großbritannien sanken die Erlöse aufgrund von Einschnitten ins Vertriebsnetz um 0,6 Prozent auf 2,77 Milliarden Britische Pfund. Auf vergleichbarer Fläche legten sie geringfügig zu (+0,2 Prozent). Positiv entwickelte sich erneut das Lebensmittelgeschäft, dessen Umsatz auf dem Heimatmarkt um 1,5 Prozent (flächenbereinigt +1,4 Prozent) auf 1,70 Milliarden Britische Pfund wuchs. Im seit Jahren schwächelnden Segment Clothing & Home schrumpften die Erlöse hingegen weiter: Mit 1,06 Milliarden Britischen Pfund lagen sie um 3,7 Prozent (flächenbereinigt -1,7 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Im Auslandsgeschäft ging der Umsatz des Konzerns währungsbereinigt um 2,3 Prozent auf 251 Millionen Britische Pfund zurück.

Konzernchef Rowe setzt weiter auf Reformen in der schwächelnden Bekleidungssparte

CEO Steve Rowe hob in einem Statement die Fortschritte in der Modesparte hervor, die vor allem durch „die anhaltende Erholung in Womenswear-Kernkategorien“ erreicht worden seien: In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres war der Umsatz Im Segment Clothing & Home noch um 7,8 Prozent (flächenbereinigt -5,5 Prozent) gesunken, im jüngsten Vierteljahr konnte der Abwärtstrend merklich gebremst werden.

Die Sparte habe „einen starken Start ins Quartal“ erlebt, in der Vorweihnachtszeit aber unter einem „herausfordernden Marktumfeld“ gelitten, erklärte Rowe. „Mit den Veränderungen, die wir im Verlauf des Jahres im Modebereich vorgenommen haben, wurden die gravierendsten Probleme der ersten sechs Monate behoben. Wir bauen nun schrittweise ein sehr viel stärkeres Team für die Zukunft auf“, so Rowe. Erst vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen verkündet, dass Richard Price, der zuletzt die Bekleidungsmarke F&F Clothing der Supermarktkette Tesco Plc. leitete, in diesem Jahr die Führung des Segments übernehmen wird. Anfang des Monats lancierte Marks & Spencer bereits die neue Linie Goodmove, eine Activewear-Kollektion für Frauen.

Angesichts der vorliegenden Zahlen bestätigte der Konzern seine bestehenden Prognosen. Die Bruttomarge werde dabei voraussichtlich „im Bereich der unteren Grenze“ des Zielkorridors liegen, was aber durch das laufende Kostensenkungsprogramm weitgehend kompensiert werden könne, erklärte das Unternehmen. Die vollständigen Zahlen für das aktuelle Geschäftsjahr will Marks & Spencer am 20. Mai veröffentlichen.

Foto: Marks & Spencer

 

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