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Kering geht mit neuen Richtlinien gegen Greenwashing vor

Von Don-Alvin Adegeest

12. Okt. 2022

Business

Bild: Maksim Goncharenok / Pexels

Der französische Luxuskonzern Kering hat aktualisierte Nachhaltigkeitsrichtlinien für sein Markenportfolio zum Thema Greenwashing herausgegeben, zu dem Marken wie Gucci, Balenciaga und Bottega Veneta gehören. Das Unternehmen erklärte, dass seine Marken und Zulieferbetriebe ihre Nachhaltigkeitsbemühungen und -ergebnisse transparent und angemessen kommunizieren müssen, wenn möglich mit Daten, die den Aussagen zugrunde liegen.

Die Richtlinien beziehen sich auf Produkte, die in Geschäften oder auf den E-Commerce-Seiten der Marken der Gruppe verkauft werden und auf Angaben zu allen ökologischen und sozialen Aspekten sowie auf schriftliche Informationen auf der Website, dem Etikett, der Werbung usw. Sie bezieht sich nicht auf obligatorische Informationen, die auf Produktetiketten gesetzlich vorgeschrieben sind, beziehungsweise ebenso nicht auf Verpackungen oder Unternehmenskommunikation.

Allgemeine und unspezifische Aussagen zur Nachhaltigkeit wie „umweltfreundlich“ oder „grün“ sollten daher vermieden werden, so die in Paris ansässige Gruppe. Produkte sollten nicht als „kohlenstoffneutral“ gekennzeichnet werden, sondern als „emissionsmindernd“, und es sollte darauf hingewiesen werden, dass es innerhalb von Kering separate Programme für den Kohlenstoffausgleich gibt.

Aussagen zur Nachhaltigkeit sollen vertrauenswürdig sein

Laut Kering kann eine Behauptung nur dann verantwortungsbewusst und vertrauenswürdig sein, wenn sie wahr und relevant, klar und eindeutig, fair und ohne Übertreibung, fundiert und überprüfbar ist, nicht zu viele visuelle natürliche oder naturähnliche Elemente verwendet und Zertifizierungen korrekt angegeben werden.

„Greenwashing ... ist ein ernsthaftes Hindernis für einen wirklich nachhaltigen Wandel in der Modebranche und auf der ganzen Welt, da es Verbraucher:innen daran hindert, informierte Kaufentscheidungen zu treffen. Darüber hinaus ist es auch eine Form des unlauteren Wettbewerbs, der Unternehmen schaden kann, die ihre Nachhaltigkeitsbemühungen auf angemessene, messbare und faire Weise kommunizieren“, fügt Kering hinzu.

Dieser übersetzte Artikel erschien ursprünglich auf FashionUnited.uk.

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