JD Sports steigert Halbjahresumsatz um 47 Prozent

Der britische Handelskonzern JD Sports Fashion Plc hat seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 deutlich gesteigert. Das lag am Zukauf der US-amerikanischen Kette The Finish Line, aber auch an starken Zuwächsen im Kerngeschäft. Die Ergebnisentwicklung war von Sondereffekten geprägt. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den der Konzern am Dienstag vorlegte.

In den 26 Wochen vor dem 3. August belief sich der Umsatz auf 2,72 Milliarden Britische Pfund (3,04 Milliarden Euro). Damit übertraf er das entsprechende Vorjahresniveau um 47,4 Prozent. Großen Anteil hatte der Markteintritt in den USA durch die im vergangenen Jahr vollzogene Übernahme der Handelskette The Finish Line, die dort über mehr als 500 Filialen verfügt. Der Konzern hat inzwischen begonnen, ausgewählte Standorte auf das eigene Konzept JD umzustellen. Insgesamt erzielte das neue US-Geschäft im ersten Halbjahr einen Umsatz in Höhe von 725,2 Millionen Britischen Pfund und trug damit maßgeblich zum starken Wachstum bei.

In Großbritannien liefen die Geschäfte trotz widriger Rahmenbedingungen gut

zeigte sich konzernchef peter cowgill auch mit der entwicklung im kerngesch die sportartikelketten steigerten ihren umsatz auf vergleichbarer fl um zw prozent. als ermutigend bezeichnete tatsache dass in gro und irland diesem segment trotz insgesamt schwieriger marktbedingungen ein plus von zehn prozent erreicht wurde

Die Integration des margenschwächeren Geschäfts von The Finish Line ließ die Bruttomarge auf Konzernebene leicht sinken. Zudem belastete die Umstellung auf den Rechnungslegungsstandard IFRS 16 das Ergebnis. Insgesamt stieg der Betriebsgewinn vor Steuern und Sondereffekten um 30,1 Prozent auf 158,6 Millionen Britische Pfund. Aufgrund von Wertberichtigungen und weiteren Einmalbelastungen bei der zum Konzern gehörenden Kette Go Outdoors wuchs der ausgewiesene Gewinn vor Steuern lediglich um 6,6 Prozent auf 129,9 Millionen Britische Pfund. Der auf die Anteilseigner entfallende Jahresüberschuss schrumpfte aufgrund veränderter Minderheitenanteile um 3,8 Prozent auf 94,1 Millionen Britische Pfund (105,1 Millionen Euro).

Der Konzern bereitet sich auch die Risiken eines „ungeordneten“ Brexits vor

Der Blick in die Zukunft fiel zwiespältig aus. Derzeit laufen die Geschäfte weiter gut. Konzernchef Cowgill verwies in diesem Zusammenhang auf „anhaltend positive Trends“ seit Beginn des zweiten Halbjahres. Auch das Ergebnis entwickelte sich weiter erwartungsgemäß: Ohne die negativen Effekte der Umstellung auf IFRS 16 würde das bereinigte Betriebsergebnis im laufenden Jahr voraussichtlich das „oberen Ende“ des Prognosekorridors von 402 bis 424 Millionen Britischen Pfund erreichen, so Cowgill. Unter Berücksichtigung der geänderten Buchhaltungsregeln wird nun ein Ergebnis in der Mitte dieser Spanne erwartet.

Gleichzeitig räumte der Konzern ein, dass die Unsicherheiten bezüglich der Umstände des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union gestiegen seien. Das Unternehmen sei sich des höheren Risikos eines „ungeordneten“ Brexits „sehr bewusst“. Dieser könnte negative Auswirkungen auf die Lieferketten, Zölle und Wechselkurse sowie die Nachfrage haben. Als Vorsichtsmaßnahme beschleunigt das Unternehmen, dessen Europa-Vertrieb derzeit über das britische Zentrallager abgewickelt wird, den Aufbau von Logistikkapazitäten in der EU. Nach eigenen Angaben arbeitet der Konzern derzeit daran, ein Distributionszentrum in Belgien einzurichten, das zumindest einen Teil der Lieferungen für die Filialen auf dem Kontinent übernehmen soll. Die Anlage könnte Anfang 2020 in Betrieb gehen, heißt es im Zwischenbericht.

Foto: JD Sports Facebook

 

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