Rund zwei Monate nach dem Start der Freihandelszone zwischen der EU und Japan wächst Wirtschaftsverbänden zufolge das Interesse deutscher Unternehmen am japanischen Markt. Zwar gebe es noch keine genauen Daten, die Auslandshandelskammer in Japan registriere aber zunehmende Anfragen deutscher Firmen, die sich dort engagieren wollten, teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auf Anfrage mit. Je nach Branche sei aufgrund des Wegfalls von Zöllen von Kosteneinsparungen in Höhe mehrerer Millionen Euro zu hören.

Die EU und Japan bilden seit 1. Februar die größte Freihandelszone der Welt mit 635 Millionen Menschen. Durch den nahezu vollständigen Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll das Wachstum angekurbelt werden. Marktchancen gibt es nach DIHK-Angaben unter anderem bei Erzeugnissen, auf die Japan bisher hohe Zölle erhoben habe, etwa Lebensmittel sowie Bekleidung.

Derzeit drückt allerdings die konjunkturelle Abkühlung in China auf die Stimmung von Managern der japanischen Großindustrie. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Quartalsumfrage ("Tankan") der Bank von Japan (BoJ) unter rund 10 000 Unternehmen hervorgeht, sank der darin ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionsunternehmen zum März von plus 19 drei Monate zuvor auf plus 12.

Allerdings hatten Ökonomen mit einer deutlich gedämpften Stimmung in den Manageretagen gerechnet. Bis Juni erwartet die Großindustrie eine weitere Eintrübung des Geschäftsklimas. Der entsprechende Index dürfte demnach weiter auf plus 8 sinken. Japan ist nach den USA und China die Nummer drei der Weltwirtschaft. (dpa)

 

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