Influencer wegen Nichterfüllung verklagt

Ein Influencer, der beauftragt wurde, die Brille von Snap Inc. während der Frühjahr Sommer 2019 Fashion Week im vergangenen Monat zu tragen, wird verklagt, weil er nicht genug „influencte“.

In dem Fall klagt PR Consulting, Inc. gegen Luka Sabbat. Sabbat habe einen 60.000-Dollar-Deal verletzt, bei dem er eine Brille von Snap Inc. in der Öffentlichkeit tragen und sie außerdem auf Instagram bewerben sollte.

Die 60.000 Dollar forderte Sabbat im Gegenzug für nur vier Social Media Beiträge.

Die Vereinbarung sah vor, dass Sabbat „originale Inhalte für mindestens vier unterschiedliche Beiträge erstellen würde: einen Instagram Feed Post und drei Instagram Story Posts. Zwei der Story-Posts sollten in New York stattfinden und im Zusammenhang mit Modenschauen und Partys während der New York Fashion Week stehen, während ein Story-Post in Mailand oder Paris, im Zusammenhang mit Modenschauen und Partys während der jeweiligen Fashion Weeks“ erscheinen sollte.

Laut dem Online-Portal The Fashion Law soll Sabbat eine Anzahlung von 45.000 Dollar akzeptiert und dann nicht die vollen Anforderungen des Vertrages erfüllt haben.

Sabbat hat aber nicht einfach das Geld genommen und ist damit weggelaufen. Er hat „einen Feed Post und einen Story Post“ für seine 1,4 Millionen Anhänger gemacht, aber „es ist ihm nicht gelungen, eine zusätzliche Instagram-Story in New York und eine in Mailand oder Paris zu posten und nicht mindestens einmal in den oben genannten Städten öffentlich fotografiert zu werden, während er das Produkt trug".

Wer ist Luke Sabbat?

Laut seiner Instagram-Bio ist er Stylist, Unternehmer und Champion. Das Esquire Magazine beschreibt Sabbat als 20-jährigen Influencer, der berühmt ist für „das Abhängen auf Partys und Modenschauen, das Fotografieren beim Abhängen auf Partys und Modenschauen und das kurze Daten einer Kardashian (Kourtney)".

PR Consulting ist eine der wichtigsten Agenturen in New York, die sich auf Brand Imaging und Public Relations für Kunden wie Calvin Klein, Raf Simons und LVMH spezialisiert hat. Für ihr Portfolio an High-End-Modekunden beauftragt sie häufig Influencer. Während die Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen in prominenten Rechtsstreitigkeiten keine Seltenheit ist, ist es bisher nicht passiert, dass Influencer-Marketing auf seine Investitionsrendite geprüft und bei Nichterfüllung zur Verantwortung gezogen wird - zumindest für die in den Verträgen festgelegten Kriterien um den sogenannten "Einfluss".

Bild: Luka Sabbat Portfolio, Quelle Luka Sabbats Website