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Beschäftigte mit Tarifvergütung können sich von ihrem Einkommen heute etwas mehr leisten als vor einem Jahr.

Die Löhne und Gehälter stiegen im vergangenen Jahr durchschnittlich um 2,4 Prozent, wie die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Nach Abzug der Preissteigerung blieb ein Plus von rund 0,6 Prozent. Damit haben steigende Preise erstmals wieder einen großen Teil der Tarifsteigerungen aufgefressen. In den drei Vorjahren war den Beschäftigten nach Abzug der Preissteigerungen jeweils noch ein Plus zwischen 1,9 und 2,4 Prozent geblieben.

Spürbare Reallohnzuwächse seien wichtig für eine stabile Wirtschaftsentwicklung, betonte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Stiftung. Die gute Konjunktur und die niedrige Arbeitslosigkeit deuteten auf deutliche Lohnsteigerungen in diesem Jahr hin. Das unterstrichen auch die aktuellen Forderungen der Gewerkschaften, die meist bei sechs Prozent lägen und überdies bessere Arbeitsbedingungen vorsähen.

Am stärksten stiegen die Tarifeinkommen im vergangenen Jahr in der Textil- und Bekleidungsindustrie mit 3,1 Prozent, den geringsten Aufschlag gab es bei den Banken mit 1,1 Prozent. Die Verbraucherpreise sind 2017 um 1,8 Prozent gestiegen. (dpa)