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Einigung mit Richemont: Yoox fusioniert mit Net-a-Porter

Die Online-Modehändler Yoox und Net-a-Porter können sich zusammenschließen. Am Dienstag teilte der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont, der derzeitige Eigentümer von Net-a-Porter, mit, dass er mit Yoox eine entsprechende Übereinkunft erzielt habe. Beide Unternehmen hatten seit Tagen verhandelt.

Richemont erklärte, dass die beiden Modeversender künftig die „Yoox Net-A-Porter Group“ bilden würden. Die neue Gesellschaft soll weiterhin in Italien ansässig und an der italienischen Börse gelistet werden. Yoox-Chef Federico Marchetti wird den Posten des CEO übernehmen, Natalie Massenet, die Gründerin von Net-a-Porter, soll Executive Chairman werden. Noch müssen allerdings die Aktionäre von Yoox der Fusion zustimmen. Das sollen sie auf einer Versammlung, die voraussichtlich im Juni stattfinden wird. Außerdem müssen die zuständigen Kartellbehörden den Zusammenschluss genehmigen. Richemont erwartet, dass die Fusion im September vollständig vollzogen sein wird.

Die Schweizer, die im Rahmen der Transaktion einen einmaligen Buchgewinn in Höhe von etwa 317 Millionen Euro erwarten, erhalten demnach fünfzig Prozent der Aktien der neuen fusionierten Gesellschaft, ihr Stimmrechtsanteil wird aber auf 25 Prozent beschränkt sein. Damit solle „die Unabhängigkeit der Yoox Net-A-Porter Group“ sichergestellt werden, heißt es in der Mitteilung. Richemont wird außerdem zwei Vertreter ins Board of Directors des Unternehmens entsenden. Das Gremium soll aus mindestens zwölf Mitgliedern bestehen.

Die neue Gesellschaft wird „Yoox Net-A-Porter Group“ heißen und in Italien ansässig sein

Nach der Fusion wird Yoox Net-A-Porter eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu 200 Millionen Euro vollziehen. Damit sollen „zukünftige Wachstumschancen finanziert werden“. Außerdem will das Unternehmen auf diese Weise strategischen Investoren die Möglichkeit zum Einstieg geben. Richemont wird sich an der Kapitalerhöhung voraussichtlich beteiligen.

Johann Rupert, der Chairman von Richemont, will mit der Fusion auch ein Zeichen setzen: „Etablierte Geschäftsmodelle werden von den Technologiegiganten in zunehmenden Maße gestört“, sagte er, „vor diesem Hintergrund glauben wir, dass es wichtig ist, die Einzigartigkeit der Luxusgüterindustrie durch die nötige Führung und Größe zu schützen. Die Fusion dieser beiden führenden Unternehmen stärkt eine unabhängige, neutrale Plattform für anspruchsvolle Kunden, die nach Luxusmarken suchen.“