Der US-amerikanische Bekleidungskonzern PVH Corp. hat im Geschäftsjahr 2014/15, das am 1. Februar abgeschlossen wurde, seinen Umsatz leicht gesteigert. Der Nettogewinn fiel mehr als dreimal so hoch aus wie im Vorjahr. 2013 hatten allerdings Ausgaben im Zusammenhang mit der Übernahme des Bekleidungskonzerns Warnaco das Ergebnis einmalig belastet.

Der Konzernumsatz von PVH stieg im abgelaufenen Jahr um 0,7 Prozent auf 8,2 Milliarden US-Dollar (7,6 Milliarden Euro). Beide Hauptmarken konnten ihre Erlöse leicht verbessern: Calvin Klein legte um drei Prozent auf 2,9 Milliarden US-Dollar zu, Tommy Hilfiger um vier Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz der Sparte Heritage Brands sank um neun Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar, was unter anderem dem Verkauf der Schuhmarke G.H. Bass geschuldet war.

Sondereffekte ließen den Jahresüberschuss nach Minderheitenanteilen trotz der wenig dynamischen Umsatzentwicklung von 143,5 auf 439,0 Millionen US-Dollar springen. Vor allem der Kauf von Warnaco und die folgenden Integrationskosten hatten im vergangenen Jahr das Ergebnis gedrückt. Zahlreiche Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb des Konzerns sorgten für weitere Einmaleffekte, die einen Vergleich der Jahresergebnisse erschwerten. Nach Berechnungen des Unternehmens stieg der um Sonderfaktoren bereinigte Nettogewinn um knapp fünf Prozent auf 607,8 Millionen US-Dollar.

Die Aussichten für das laufende Jahr sind eher gedämpft. Die zuletzt schon schwierigen Rahmenbedingungen dürften sich nicht verbessern. „Wir verfolgen bei unseren Planungen einen vorsichtigen Ansatz“, sagte Konzernchef Emanuel Chirico, „die Stärke des US-Dollars im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen und das weltweit unsichere makroökonomische Umfeld dürften 2015 spürbare negativen Auswirkungen auf unsere Zahlen haben.“ Insbesondere die politische und wirtschaftliche Instabilität in Russland wird das Ergebnis voraussichtlich belasten.

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN