Alibaba lehnt Kering-Klage ab

Wie am Montag berichtet, haben die Luxus-Modemarken Gucci und Yves Saint Laurent den chinesischen Internetriesen Alibaba verklagt. Dieser will aber von den Vorwürfen der zum französischen Konzern Kering gehörenden Unternehmen nichts wissen.

Kering wirft Alibaba vor, nicht nur zu wenig gegen den Verkauf illegaler Kopien ihrer Artikel zu unternehmen, sondern auch davon zu profitieren. Alibaba will davon nichts wissen und lehnt die Klage öffentlich ab.

Alibaba lehnt Kering-Klage ab

Jack Ma, Gründer der Alibaba Group Holdings und Vorstandsvorsitzender, sagte es wäre ein "bedauerlicher" Schritt von Kering. "Ich denke, es ist bedauerlich, dass das Unternehmen uns verklagt. Es wäre besser gewesen, wenn sie durch Kooperation mit uns nach einer Lösung gesucht hätten", sagte er am Dienstag gegenüber Journalisten in Seoul. Laut der chinesischen Handelsplattform gibt es "keine Grundlage" für die Klage, die vor Gericht ausgefochten wird.

Es ist das zweite Mal in weniger als einem Jahr, dass Kering Alibaba verklagt. Im ersten Fall im letzten Jahr Sommer Kering die Klage im Rahmen einer Vereinbarung, gemeinsam gegen Fälscher vorzugehen, nach wenigen Wochen zurückgezogen. Diese Vereinbarung scheint sich jedoch aufgelöst zu haben - Kering hebt besonders einen Fall hervor, indem eine gefälschte Gucci-Handtaschen bei Alibaba von einem Händler für zwei US-Dollar angeboten wird.

Alibaba bleibt dabei, dass das Unternehmen zusammen mit den angebotenen Marken gegen Fälscher vorgehe; im vergangenen Jahr zum Beispiel mit Adidas und Nike, um gefälschte Produkte wie Uhren, Handtaschen und Turnschuhe von seiner größten Handelsplattform Taobao zu entfernen. Zudem seien mehr als 40.000 Händler bestraft worden. "Wir arbeiten weiterhin mit zahlreichen Marken zusammen, um ihr geistiges Eigentum zu schützen, und wir haben gute Erfolge vorzuweisen", sagte eine Sprecherin von Alibaba in einer Erklärung.

 

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